1972 war Klaus Roggenkamp mit seiner Frau Rosemarie auf der Suche nach einem Hof, da die Pacht auf der bis dahin biologisch - dynamisch bewirtschafteten Domäne  Manzell auslief. Ende 1973 hatten sie sich für den Baurenhof in Haidgau entschieden, den Baurenhof zu erwerben.  Die abgeschiedene Lage, mit den vollarrondierten Flächen luden geradezu ein sich hier nieder zu lassen, und den Betrieb auf ökologische Wirtschaftsweise umzustellen.

 

 

 

 

Die Entwicklung in der Landwirtschaft brachte auch auf unserm Hof sehr schnell die Schlussfolgerung "Wachsen oder Weichen", und so entschloss sich Klaus Roggenkamp für einen Laufstall, was schon damals seiner Meinung nach die einzig richtige Tierhaltung für die Kühe sei. "Kühe sind Herdentiere und müssen sich frei bewegen können und auch ihr Herdenverhalten ausleben" was in einem Anbindestall überhaupt nicht möglich war. Und so wurde 1975 ein Laufstall gebaut, allerdings kein Boxenlaufstall, sondern ein Laufstall mit eingestreuter Liegefläche in dem sich die Tiere frei bewegen , sich zusammenlegen, oder jede für sich ihren Platz aussuchen können.

 

 

 

Mit der Zeit wurde der Maschinenpark immer größer, da im biologischen Landbau durch den Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz der Einsatz von mechanischen Geräten wesentlich höher und vielseitiger ist als im konventionellen Anbau. Durch eine Aufstockung des Viehbestandes wurde der Futterbedarf immer höher und Lager bzw. Stellplätze unter Dach fehlten. Hinzu kam die Erweiterung des Kartoffelanbaus was einen frostsichern Raum zur Lagerung der Kartoffeln erforderte. Alle diese Punkte forderten ein Gebäude das in die Landschaft und zum Hof passte aber auch vielseitig genutzt werden konnte. Im Allgäu fand Klaus Roggenkamp ein Hofgebäude welches abgerissen werden sollte, dieses Gebäude wurde in Altusried abgebaut und bei uns 1984 wieder mit einer Teilunterkellerung wieder aufgebaut.

   

 

 

Wie auf dem oberen Bild unschwer zu erkennen ist konnten zwar jetzt die Maschinen untergebracht werden, aber das Stroh musste im Freien gelagert werden. Dies brachte immer große Verluste mit sich und die Flächen auf denen das Stroh lagerte  wurden durch die Entnahme mit dem Frontlader (bei jedem Wetter) stark beschädigt und mussten im Frühjahr neu angesät werden. Da bot es sich 1997 an in Bad Waldsee eine Halle abzubauen, welche wiederum sehr gut zum Hofbild passte und als Stroh- und Heubergehalle  geeignet war.

 

 

2001 entschlossen wir uns die hervorragende Dachneigung und Himmelsrichtung unserer Dächer zur Stromerzeugung zu nutzen und so kam auf eines unserer Dächer eine Photovoltaikanlage mit ca. 15 KW.